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Die Symptome einer Dehydrierung

Wie erkennen Sie möglichst schnell die Anzeichen einer Dehydrierung?

Um die Leistungsfähigkeit erhalten zu können, ist es ganz entscheidend, dass die Sportler ausreichend mit Flüssigkeit versorgt sind. Schon eine Dehydrierung von nur 2 % (dies entspricht einem Flüssigkeitsmangel von 1,5 l bei einem 70 kg schweren Sportler) kann die sportliche Leistung erheblich beeinträchtigen. Wie aber lässt sich der Hydrationsstatus bestimmen? Eine sehr einfache und zuverlässige Methode zur Beurteilung der Flüssigkeitsversorgung ist die, sich bei Trainingsbeginn zu wiegen und den anschließenden Gewichtsverlust zu ermitteln (der hauptsächlich ein Flüssigkeitsverlust ist). In Wettkampfsituationen ist dies natürlich nicht machbar, weil es dabei keine Pausen gibt. In dem Fall sind es oft die klinischen Zeichen und Symptome, die einen Sportler vor dem Beginn einer Dehydrierung warnen.
Um festzustellen, welche dieser Zeichen und Symptome am zuverlässigsten sind, haben Wissenschaftler der University of Auckland, Neuseeland, die diagnostische Genauigkeit der folgenden 5 häufigen Symptome der Dehydrierung untersucht:

  • verminderter Hautturgor (Elastizitätsverlust)
  • Mundtrockenheit (Mundschleimhäute)
  • eingefallene Augen
  • Unfähigkeit zu spucken
  • Durstgefühl

Zur Bestimmung der Genauigkeit dieser Marker betrachteten die Wissenschaftler die üblichen Körpergewichtsveränderung während eines Marathonlaufs (des Auckland-Marathons 2006). Probanden waren die 606 Wettkampfteilnehmer, die über die gesamte Marathonstrecke liefen. Ihr Körpergewicht wurde vor und unmittelbar nach dem Marathon gemessen. Die 5 klinischen Zeichen/Symptome wurden direkt nach dem Marathon überprüft, um die Korrelation mit dem tatsächlichen Flüssigkeitsverlust zu ermitteln. Die Wissenschaftler wollten insbesondere herausfinden, welche Symptome imstande waren, einen Körperflüssigkeitsverlust von 3 % oder mehr genau vorherzusagen.
Die Tabelle zeigt die Ergebnisse für 3 Symptome, bei denen eine Korrelation mit dem Körpergewichtsverlust gegeben war:
Durstgefühl und Mundtrockenheit standen in keinem Zusammenhang mit dem Körpergewicht. Die Forscher kamen außerdem zu dem Schluss, dass man auch bei den 3 genannten Symptomen nur von einer schwachen Korrelation sprechen kann. Daher war keines der überprüften Symptome stichhaltig genug, um einen Gewichtsverlust von 3 % oder mehr nach dem Absolvieren eines Marathonlaufs feststellen zu können. Sie können daher nicht als zuverlässig erachtet werden.

British Journal of Sports Medicine, 2008

 

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