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Die Vorteile von plyometrischem Training im Wasser

Wie effizient ist der Einsatz von plyometrischen Übungen im Wasser?

Plyometrie-Übungen im Wasser haben ähnliche Trainingsvorteile wie Übungen auf dem Boden. Doch beim Training im Wasser kommt es nicht zu dem üblichen Muskelkater. So lautete jedenfalls das vielversprechende Ergebnis einer US-Studie bei Volleyballspielerinnen.
Die nachweislichen Vorteile eines normalen Plyometrie-Trainings (auf festem Boden) sind u. a. eine Verbesserung der Kraft, der Gelenkfunktion, der Stabilität und der Laufökonomie, sowie eine Verringerung schwerer Knieverletzungen. Darüber hinaus zeigen zahlreiche Studien mit sprungspezifischen Plyometrie-Übungen, dass hierdurch auch die Vertikalsprungleistung deutlich besser wird.
Das Plyometrie-Training kann jedoch auch zu akuten Muskelschmerzen und Muskelschädigungen bis hin zu Verletzungen führen. Für Sportler, die sich in der Phase der Rehabilitation nach einer Verletzung befinden, ist es daher nicht geeignet.
Einige plyometrische Übungen können auch im Wasser durchgeführt werden. Allerdings sind nur 2 der bislang vorgestellten Studien qualitativ hochwertig und ihre Ergebnisse sind widersprüchlich.
Die Autoren der aktuellen Studie verglichen die Wirkung des plyometrischen Trainings im Wasser (PTW) mit der Wirkung von Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit. Bei den Probanden handelte es sich um 19 Volleyballspieler, die zusätzlich ihr übliches Saison-Vorbereitungstraining absolvierten. Die Studienleiter vermuteten, dass das PTW zu größeren Verbesserungen bei der Vertikalsprungleistung (VS) und Muskelkraft in den Beinen führt als die Beweglichkeitsübungen.
Die Volleyballer, die aus einem Team der örtlichen High School rekrutiert worden waren, wurden für 6 Wochen in eine der folgenden Gruppen aufgeteilt:

  • eine PTW-Gruppe, die ein Programm mit Belastungssteigerung durchführte und 2-mal wöchentlich eine 45-minütige Trainingseinheit in einem Swimmingpool absolvierte – die Übungen beinhalteten unter anderem Power Skipping (Hopserlauf), Schmettern, Springen mit 1 und mit 2 Beinen, kontinuierliches Hochspringen, Squat Jump mit Blocken und Tiefsprünge.
  • eine Kontrollgruppe, die 2-mal pro Woche ein Ganzkörper-Beweglichkeitstraining mit 3 Sätzen à 8–10 statischen Dehnungen der Ober- und Unterkörper-Muskelgruppen durchführte.

Die Beinkraft wurde bei Studienbeginn und nach 6 Wochen gemessen. Die vertikale Sprungleistung wurde ebenfalls zu Beginn sowie nach 2, 4 und 6 Wochen gemessen.
Beide Gruppen zeigten in den ersten 4 Wochen ähnliche Steigerungen (3 % bei der PTW Gruppe und 5 % bei der Kontrollgruppe). Während sich die Kontrollgruppe zwischen der 4. und 6. Wochen nicht weiter steigern konnte, erhöhte die PTW-Gruppe ihre VS nochmals um 8 %, so dass sie sich insgesamt um 11 % gegenüber der Ausgangssituation verbesserte.
Hinsichtlich der Beinkraft unterschieden sich die beiden Gruppen nur in einem einzigen Punkt. Die PTW-Gruppe erzielte im nicht-dominanten Bein bei der maximalen 180° Kniestreckung einen wesentlich signifikanteren Anstieg des Drehmoments. Muskelkater war zwar nicht Thema dieser Studie, gleichwohl wurden beim PTW-Programm weder Verletzungen, noch Beschwerden über starken Muskelkater registriert und keiner der Teilnehmer brach das Programm vorzeitig ab.
Daraus zogen die Wissenschaftler folgende Schlüsse: „Das PTW-Training bietet ähnliche Vorteile wie die normalen Plyometrie-Übungen auf dem Boden, allerdings mit einem geringeren Risiko für Muskelkater und/oder Übertraining.“

Medicine and Science in Sports and Exercises 2005, Bd. 37(10), S. 1.8141.819

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