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Passive und Aktive Erholung
Welche Auswirkungen hat die Erholung auf die Sprintfähigkeit?
Es ist bekannt, dass die Laktatkonzentration im Muskel während der aktiven Erholung schneller abnimmt als während der passiven Erholung. Dies wird oft als indirektes Zeichen für eine schnellere Erholung angesehen. Eine neue Studie, die Wissenschaftler aus Hannover in Zusammenarbeit mit Radsportlern durchführten, lässt allerdings Zweifel an dieser Annahme aufkommen.
10 Radsportler absolvierten 2 „Wingate-Tests“ (Stufentests bis zur Erschöpfung). Zwischen den Tests hatten sie eine Erholungspause von 18 Minuten. Um die aktive Erholung zu testen, mussten die Studienteilnehmer zwischen den beiden Tests bei sehr geringer Intensität Rad fahren, während die passive Erholung auf einem Liegestuhl stattfand. Die Ergebnisse zeigten, dass der Laktatspiegel bei der aktiven Erholung (wie erwartet) stärker absank als bei der passiven. In Bezug auf die Maximalkraft gab es im 2. Testlauf jedoch keinen Unterschied zwischen den beiden Gruppen. Noch überraschender war, dass die durchschnittliche Schnellkraft in der Versuchsgruppe mit aktiver Erholung im Vergleich zur Gruppe mit passiver Erholung sogar abnahm. Die Forschergruppe schloss daraus, dass der bei passiver Erholung erhöhte Laktatspiegel kein wichtiger Faktor für die tatsächliche Erholung ist und dass die geringere durchschnittliche Schnellkraft von der stärkeren Entleerung der Glykogenspeicher während der aktiven Erholung herrührt.
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